2017

Mandelbachtal, 15. Mai 2017

Pressebericht

zur Vorstellung des Projekts "Musik macht Schule"
mit gleichzeitiger Einladung zur ersten Präsentation beim Kinderkissenkonzert am Sonntag, 18. Juni 2017, um 15:00 Uhr, in der Saarpfalz-Halle in Ommersheim

Kooperation des Musikvereins Ommersheim e. V. mit der Mandelbachtalschule in Ommersheim und der Kreisvolkshochschule des Saarpfalz-Kreises
Neue Wege in der musikalischen Ausbildung von Kindern und Jugendlichen

Das Projekt "Musik macht Schule" findet im Rahmen von "Kultur+ im Saarpfalz-Kreis" statt und wird gefördert in "TRAFO Modelle für Kultur im Wandel", eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, und durch den Saarpfalz-Kreis in Kooperation mit Saarpfalzkultur e. V.

Wenn es in Ommersheim "Musik macht Schule" heißt, versammeln sich 15 Mädchen und Jungen ohne Pauken, aber mit Trompeten, Klarinetten, Querflöten und anderen Blasinstrumenten in einem Klassenraum der Mandelbachtalschule. Dann hört man statt des Pausengongs ganz ungewohnte Töne. Im Februar 2017 startete das Kooperationsprojekt mit dem wohlklingenden Titel "Musik macht Schule" für die Klassenstufen 5 und 6. Möglich wurde dies, weil der Musikverein Ommersheim mit seinem Konzept für eine innovative Musikausbildung sowohl bei den Verantwortlichen der Mandelbachtalschule als auch denjenigen der Kreisvolkshochschule (KVHS) des Saarpfalz-Kreises auf offene Ohren stieß. Durch die finanzielle Unterstützung des Regionalfonds von "Kultur+ im Saarpfalz-Kreis", einem Modellprojekt, das im Programm "TRAFO Modelle für Kultur im Wandel" der Kulturstiftung des Bundes und vom Saarpfalz-Kreis gefördert wird, konnten nun diese neu entwickelten Wege in der musikalischen Ausbildung von Kindern und Jugendlichen beschritten werden. Einmal wöchentlich 90 Minuten lang unterrichten professionelle Musikpädagogen Schülerinnen und Schüler einer eigens gebildeten Musik-AG der Mandelbachtalschule an den von ihnen gewählten Instrumenten. Die Kooperationspartner, der Musikverein Ommersheim, die Mandelbachtalschule Ommersheim und die KVHS, bieten damit Kindern und Jugendlichen den niederschwelligen Zugang zu einer sinnvollen und nachhaltigen Freizeitgestaltung und setzen sich für den Erhalt der musikalischen Kultur in der Region ein.Der Jugendarbeit im Verein neuen Schwung zu verleihen und die Ausbildung der Nachwuchsmusiker auf eine breitere Basis zu stellen, ist ein großes Anliegen von Francesco Fontana, seit 2013 erster Vorsitzender des Musikvereins Ommersheim. Vorausgegangene Projekte wie die "Tage der Musik" und Schulkonzerte des Polizeiorchesters des Saarlandes, die an der Grundschule Erfweiler-Ehlingen und der Mandelbachtalschule durchgeführt wurden, oder die musikalische Früherziehung in der Kita Arche Noah hatten den Verein und die öffentlichen Bildungseinrichtungen bereits mehrfach zusammengebracht.
Als sich im letzten Jahr die Chance bot, einen Projektantrag für eine Förderung im Regionalfonds des Projekts "Kultur+ im Saarpfalz-Kreis" zu stellen, erarbeitete der Vorstand des Musikverein Ommersheim ein umfassendes Konzept. Da sich der Alltag von Kindern und Jugendlichen verstärkt in der Schule abspielt, wurde die in Ommersheim beheimatete Mandelbachtalschule als Veranstaltungsort für das Projekt "Musik macht Schule" ausgewählt, um Schülerinnen und Schülern aus der gesamten Region die Möglichkeit zu eröffnen, ein Musikinstrument zu erlernen und in der Gemeinschaft zu musizieren. Darüber hinaus verfolgen die Projektpartner das Ziel, den teilnehmenden Kindern eine attraktive Freizeitgestaltung zu ermöglichen. Dauerte es bisher recht lange, bis sich die Jungmusiker im Schüler- und Jugendorchester trafen, so steht nun das regelmäßige gemeinsame Musizieren von Anfang an im Zentrum des Projekts. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Musikpädagogen und der Schule hat der Musikverein Ommersheim natürlich die große Hoffnung, gut ausgebildete und motivierte Nachwuchsmusiker gewinnen zu können und dadurch die musikalische Tradition und Kultur in der Region weiterführen zu können.

Der Musikverein Ommersheim e. V. besteht aus vier Orchestern, dem Großen Orchester, der Bayrischen Blaskapelle, dem Jugendorchester "Lautstark" sowie dem Schülerorchester "Halbstark", welches 2014 neu gegründet wurde. Damit gehört der Verein mit seinen über 80 Musikerinnen und Musikern und 480 Mitgliedern zu den größten und leistungsstärksten Orchestern im Saarland. Neben den regelmäßigen Proben, dem musikalischen Engagement im Dorf und den öffentlichen Konzerten ist die Jugendarbeit das wichtigste Betätigungsfeld des Vereins. Sechs ehrenamtlich tätige Jugendbetreuer lenken in Kooperation mit dem Vorstand die Geschicke des Jugend- und des Schülerorchesters. Über das gemeinsame Musizieren hinaus fördern regelmäßige Freizeitveranstaltungen, wie z. B. Musical-Besuche oder Probenseminare in Jugendherbergen, den Zusammenhalt in den Gruppen.

Die einzelnen Orchester des Musikvereins Ommersheim verfügen jeweils über einen musikalischen Leiter. Anna Hartz leitet das Schülerorchester "Halbstark" und Nikolaus Burghard das Jugendorchester "Lautstark". Dirigent des Großen Orchesters und der Bayrischen Blaskapelle ist Stefan Weber, der über ein Jahrzehnt als Chefdirigent des Bundespolizeiorchesters München aktiv war.

Mit dem Projekt "Musik macht Schule" leitet der Musikverein Ommersheim e. V. einen neuen Abschnitt in der Jugendarbeit ein. Erste Erfolge können beim Kinderkissenkonzert am 18. Juni 2017, um 15:00 Uhr, in der Saarpfalz-Halle in Ommersheim bewundert werden, zu denen alle Interessenten und Musikfreunde herzlich eingeladen sind. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts "Musik macht Schule", das Schülerorchester "Halbstark" und das Jugendorchester "Lautstark" sowie ihre Ausbilder freuen sich auf eine große Zuhörerschaft. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Vereins-Website unter www.mvommersheim.de.
(Text: Jörn Slotta, Simone Holt)

Zum Hintergrund:
Das TRAFO-Projekt "Kultur+ im Saarpfalz-Kreis"

Das Projekt "Kultur+ im Saarpfalz-Kreis" wird gefördert in "TRAFO Modelle für Kultur im Wandel", eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, und durch den Saarpfalz-Kreis in Kooperation mit dem Verein Saarpfalzkultur e. V. Im Rahmen des Projekts werden in den Jahren 2016 bis 2020 Kultureinrichtungen in den sieben Kommunen des Saarpfalz-Kreises dabei unterstützt, innovative und zukunftsweisende Kulturangebote für die Region umzusetzen und neue Arbeitsweisen und Angebotsformate zu erproben. Durch die Zusammenarbeit über Verwaltungsgrenzen hinweg und mit der Beteiligung von kulturtreibenden Vereinen, Schulen, Kindergärten, Künstlerinnen und Künstlern sowie Wirtschaftsunternehmen soll die kulturelle Infrastruktur auf die konkreten Bedürfnisse der Menschen der Region ausgerichtet werden.
Bei regelmäßig stattfindenden Runden Tischen kommen alle interessierten Kulturakteure der Region zusammen. Gemeinsam mit den bestehenden Kultureinrichtungen entwickeln sie Ideen und Projekte, durch die auch neue Kooperationen entstehen. So eröffnen Museen, Bibliotheken, Musik-, Kunst- und Volkshochschulen den beteiligten Bürgerinnen und Bürgern einen Handlungsspielraum, erhöhen damit die Akzeptanz für ihr Haus und erhalten neue Impulse. Zwei Mal im Jahr können Anträge auf Förderung solcher Projekte durch einen extra eingerichteten Regionalfonds gestellt werden.
Das so genannte Transformationsbüro von "Kultur+ im Saarpfalz-Kreis" ist die zentrale öffentliche Anlauf-, Beratungs-, Vermittlungs- und Netzwerkstelle und zugleich ein Veranstaltungsort für Ausstellungen, Lesungen, Workshops u. Ä.
Um darüber hinaus andere Perspektiven zu gewinnen, werden jedes Jahr Künstlerinnen und Künstler verschiedener Sparten zu mehrwöchigen Künstlerresidenzen im Landkreis eingeladen. Vor Ort bearbeiten sie nach Möglichkeit zusammen mit lokalen Akteuren in künstlerischen Projekten Themen rund um den Transformationsprozess. Die Ergebnisse werden öffentlich präsentiert.

Das Programm "TRAFO Modelle für Kultur im Wandel"
Das Programm "TRAFO Modelle für Kultur im Wandel", eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, unterstützt Kultureinrichtungen außerhalb von Metropolen dabei, sich weiterzuentwickeln. In enger Kooperation mit den Akteuren vor Ort werden Antworten gesucht, wie ein attraktives Kulturangebot in ländlichen und strukturschwachen Regionen in Zukunft aussehen und organisiert werden kann. In den Jahren 2016 bis 2020 werden deutschlandweit sechs Projekte in den Modellregionen Oderbruch, Südniedersachsen, Saarpfalz und Schwäbische Alb gefördert. Die dort bestehenden Theater und Museen, Bibliotheken, Musikschulen und Volkshochschulen zeigen, welche Potenziale in der Veränderung liegen. Mit kooperativen Ansätzen entwickeln sie Beispiele, wie Kultureinrichtungen in kleineren Städten zu zeitgemäßen, spannenden Lern- und Kulturorten werden.

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